Schweinau im Südwesten von Nürnberg ist ca. 4 km vom Zentrum entfernt. Der Stadtteil erstreckt sich vom Main-Donau- Kanal im Südwesten in Richtung Altstadt bis zum Mittleren Ring. Vor der Eingemeindung war Schweinau ein eigenständiger Marktflecken. Der Name deutet darauf hin, das es früher dort eine sumpfige Au für Schweinehaltung gab. Daneben wurden natürlich auch andere Tiere gehalten. Für die Tierhaltung braucht man offenes Land, und so wurde immer mehr Wald gerodet, bis er ganz verschwunden war und Schweinau mitten im Rodungsgebiet lag.
Wegen der günstigen Lage an eine wichtige Verkehrsanbindungsstraße von Nürnberg nach Süden/Südwesten- heute B2/B14 - nahm Schweinau mit der beginnenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert raschen Aufschwung. Das Ortsbild wurde von großen Industriebetrieben bestimmt (Bosch; Zündapp; u.a.). Aufgrund dessen wurde Schweinau im 2. Weltkrieg bei Fliegerangriffen auch schwer beschäftigt. Über St. Leonhard im Norden ist Schweinau heute fest mit dem Stadtzentrum verwachsen.
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