Westlich der Altstadt und nördlich der Pegnitz gelegen, ist St. Johannis ein mittelgroßer Stadtbezirk. Das Gebiet dürfte im 13. Jahrhundert nach dem letzten Kreuzzug als Siechkobel ausgewiesen worden sein. Im Jahre 1307 wurden die „Johannisfelder" ausdrücklich diesem Zweck zugewidmet. Nach dem Verkauf der Burg an die Stadt Nürnberg blieb das Areal jedoch Lehen der Burggrafen. Kurz vor 1800 wurde der Ort den Preußen annektiert. 1806 kam St. Johannis zu Bayern, der Siechkobel geschlossen. Auf dem Friedhof wurde 1528 der Maler Albrecht Dürer beigesetzt; außerdem zahlreiche Nürnberger Patrizier, deren Grabmäler, mit sehenswerten kunstvollen Epitaphien ausgestattet, noch erhalten sind.
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